Bert Rollinger verteidigt den Titel beim Simson Speedhill

Auch in diesem Jahr bot uns der Simson Speedhill wieder spektakulären Mopedsport am Mauersberger Skilift. Und nach der mittlerweile vierten Auflage bleibt festzuhalten: Die Veranstaltung ist mehr als etabliert, was sich nicht zuletzt in den großen Zuschauerzahlen widerspiegelte. Wie gewohnt bereitete ein etwa 20–köpfiges Team von Enduro–Enthusiasten rund um Ideengeber und Cheforganisator Michael Noack in liebevoller Kleinarbeit etwa zwei Tage die Strecke vor. Beim Modus gab es im Vergleich zum Vorjahr einige Änderungen, wobei die neue Duellform des Prologs für besonders viel Spannung sorgte. Unter Flutlicht hieß es dabei am Freitagabend, den oberen Teil der Strecke "Mann gegen Mann" zweimal am schnellsten zu umrunden. Als Belohnung wartete ein besserer Startplatz im Hauptrennen am Samstag. Die Pole Position hierfür sicherte sich der Hilmerdorfer Marc Richter, vor Lokalmatador Michael Noack und dem Großrückerswalder Pascal Türke. Mit Thomas Bachmann (5.) und Jörn Balzer (6.) schafften es zwei weitere Mauersberger Fahrer in die Top Ten des 29 Starter umfassenden Feldes.

SG Mauersberg, Simson Speedhill

Der Hilmersdorfer Marcel Richter beim "Couchsprung" kurz vorm Ziel. Foto: Anke

Am Samstag trugen sich dann sogar 35 Fahrer in die Startliste ein, was eine kleine Steigerung zum letzten Jahr bedeutete. Gestiegen ist 2018 auch der Anspruch, denn vor allem im unteren Bereich wurde nach Aussage von Michael Noack "der Hang maximal ausgenutzt". In zwei Wertungsläufen galt es, die jeweils fast 1000 Meter so schnell nach oben zu fahren, dass man in der Gesamtwertung einen der ersten 20 Plätze belegte. Denn nur unter diesen 20 Fahrern wurde dann im sogenannten Matadorenlauf der Sieger ermittelt, wobei alle Zeiten zuvor wieder auf Null gesetzt wurden. Um kurz nach 18.30 Uhr stand dann mit Bert Rollinger der Tagessieger fest. Der Grumbacher wiederholte in einer Zeit von 3:25 min seinen Vorjahreserfolg und sicherte sich den Titel vor dem Hilmersdorfer Marc Richter (3:31 min) und dem Mauersberger Michael Noack (3:41 min.). Dieser sagte nach dem Rennen mit einem Augenzwinkern, dass man sich als Gastgeber natürlich "ein wenig zurückhalten muss". Aber auch für ihn war der Sieg von Rollinger keine Überraschung, schließlich überzeugt er neben seiner fahrerischen Klasse auch mit dem technisch ausgefeiltesten Moped, wobei sich auch hier –wie bei allen anderen Startern– alles im Rahmen des Regelwerkes bewegt.


Zur Erinnerung: Die Teilnehmer müssen die Strecke auf einem Fahrzeug absolvieren, welches über einen Simson Motor mit maximal 70 ccm sowie straßenzugelassener Bereifung verfügt. Beim Rest sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Voraussetzungen, die im Übrigen auch ein Simson Duo erfüllen würde. Vielleicht ein Gedankenanstoß für 2019...?
Eine Fortsetzung des Simson Speedhill wird es dann auf jeden Fall geben, denn das Org–Team kann in diesem Jahr wieder mehr als zufrieden sein. Insgesamt gut 1000 Besucher fanden an allen Veranstaltungstagen den Weg an den Mauersberger Skihang und sorgten neben grandioser Stimmung auch für reichlich Betrieb an den Verpflegungsbuden. Zudem waren beide Abendveranstaltungen des Sunshine Project wie gewohnt eine Party bis in die Morgenstunden. Und auch im Fahrerfeld scheint die Zukunft gesichert, denn mit Leon Schott sowie Sky Dombrowski starteten zum ersten Mal Fahrer aus der kommenden Motorsportgeneration beim Mauersberger Simson Speedhill. Während der Schindelbacher Schott nach zwei guten Läufen die Qualifikation für den Matadorenlauf nur knapp verpasste, gelang dem erst 12–jährigen Marienberger Dombrowski mit dem sechsten Platz in der Endabrechnung sogar ein großes Ausrufezeichen.

Nach der Siegerehrung bedankte sich Michael Noack noch ausdrücklich bei allen Helfern, Sponsoren und Besuchern sowie bei Wulf Kohlhause für seine kurzweilige Moderation der gesamten Veranstaltung. Wenn man auch in diesem Jahr wieder sieht, mit welcher Hingabe das Organistionsteam den Simson Speedhill auf die Beine stellt, muss man zwangsläufig fragen, wann denn endlich der MSC "Quarkstadt" Mauersberg ins Leben gerufen wird? "Wenn der Winter hier am Lift einmal dauerhaft ausbleibt, dann werden wir uns darüber ernsthaft Gedanken machen müssen", beendet ein vom Wochenende sichtlich gezeichneter Michael Noack das Interview mit der lokalen Presse.

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