Damen steigen auch sportlich ab

Intern wurde ja schon seit mehreren Wochen darüber diskutiert, in welcher Form der Mauersberger Damenvolleyball in der kommenden Saison an den Start gehen wird. Hintergrund ist einerseits der längerfristige Ausfall von Anne Petrick sowie der Weggang von Anne Neubert, was die knappe Personallage vor allem bei Auswärtspartien noch weiter verschlimmert und andererseits die Tatsache, dass in der U20 Mannschaft zahlreiche Talente eigentlich für den nächsten Schritt bereit sind. Da ein Sprung von der Kreisjugendliga in die Sachsenklasse der Frauen aber nicht unbedingt die optimale Lösung ist und die Damen aus eben genannten Gründen von Saisonbeginn an im Abstiegskampf waren, wurde ein Rückzug des Teams in die Bezirksliga bereits vorm letzten Spieltag beschlossen. Dass es durch die beiden 0:3 Niederlagen sowie dem Sieg des VV Grimma 2 im Fernduell nun auch sportlich nicht gereicht hat, ist daher noch zu verschmerzen.

Trotzdem wollte sich das Team nach über 18 Jahren auf Landes– sowie Regionalligaebene mit einer ordentlichen Leistung verabschieden. Und vor allem im zweiten Spiel gegen Markkleeberg ist dies mehr als gelungen. Der Mauersberger Kader war an diesem Tag schon ein deutlicher Fingerzeig in die Richtung, welche künftig gegangen werden soll. Bis auf Monique Ehrig, welche aus beruflichen Gründen passen musste, waren fast alle etablierten Stammkräfte im Aufgebot, welches dann durch mehrere Jugendspieler ergänzt wurde. Und seit gefühlten 10 Jahren war mal wieder jede Zeile der Mannschaftsliste gefüllt.

SG Mauersberg

Auch wenn es auf den ersten Blick Schwestern sein könnten ;–), hier stehen mit Antonia (li.) und Katja Melzer Tochter und Mutter gemeinsam auf dem Feld. Foto: Erge


Für die L.E. Volleys II, den Gegner im ersten Spiel, gab es an diesem Tag nur die Option eines klaren 3:0 Erfolges, um die geringen Chancen auf den Staffelsieg und den damit verbundenen Aufstieg zu erhalten. Entsprechend motiviert gingen die Mädels aus der Messestadt ans Werk und unterstrichen diese Ambitionen durch einen klaren 3:0 Erfolg. Leider hat es auch hier im Fernduell mit Plauen–Oberlosa nicht gereicht, denn die Vogtländerinnen behalten in der Endabrechnung bei Punktgleichheit sowie gleicher Anzahl gewonnener Spiele nur aufgrund des besseren Satzquotienten die Nase aber sowas von knapp vorn.

Im zweiten Spiel des Tages hieß der Gegner Neuseenland–Volleys Markkleeberg 2. Die Mannschaft steht im sicheren Mittelfeld der Tabelle und konnte entsprechend befreit aufspielen. Da aber auch unsere Mädels noch einmal eine sehr gute Leistung abrufen konnten, entwickelte sich vor allem in den ersten beiden Sätzen ein Duell auf Augenhöhe. Leider gelang beim 21:25 und 23:25 kein Satzgewinn, was im letzten Durchgang (18:25) auch ein wenig an der Moral knabberte. Als dann das Ergebnis aus Grimma eintrudelte, hielt sich die Enttäuschung auch in Grenzen. Denn vor allem das zweite Spiel hat gezeigt, dass der kommende Umbruch der einzig richtige Weg ist. In einem Grundgerüst aus erfahrenen Spielerinnen können die Mädels der U20 ohne Druck eingesetzt werden und so den Übergang in den Erwachsenenspielbetrieb schaffen. Und wie wichtig dieser Übergang ist, zeigt die Tatsache, dass mit Katja und Antonia Melzer erstmals Mutter und Tochter gemeinsam in einem Pflichtspiel für die SG Mauersberg aufgelaufen sind. Dabei gelang der erst 16–jährigen Mittelblockerin ein tolles Debüt im Damenteam, was, genauso wie die Leistungen von Sophie Heitmann und der inzwischen schon fast zur Stammspielerin avancierten Außenangreiferin Nicole Neubert, viel Mut für die Zukunft macht. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass noch zwei, drei weitere Nachwuchsspielerinnen bereits regelmäßig am Damentraining teilnehmen. Bis zum Herbst gilt es jetzt, sich zu finden und mit einer guten Mischung in der Bezirksliga neu anzugreifen. Ein Selbstläufer wird dies auf keinen Fall, denn das Niveau auf Bezirksebene ist derzeit sehr hoch.


Bevor wir euch an dieser Stelle in die Spielpause entlassen, möchten wir uns noch ganz herzlich bei Anne Neubert bedanken, die uns aus beruflichen Gründen leider verlassen muss. Da unsere "kleine" Anne ein echtes Mauersberger "Volleyball–Eigengewächs" ist, fällt der Abschied umso schwerer. Und auch wenn du, liebe Anne, uns jetzt aufgrund der Veröffentlichung dieses Fotos hier vielleicht mal kurz nicht leiden kannst, wünschen wir dir von Herzen alles Gute und viel Glück für die Zukunft in Leipzig.

Der weitere Fahrplan für die Damen sieht so aus, dass der Trainingsbetrieb zunächst bis auf Weiteres fortgesetzt wird. Am 27.04. treten dann vermutlich gleich zwei Damenteams beim Hammercup in der Silberlandhalle an. Die Sommerpause muss also noch ein wenig warten...

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