Überstunden zum Saisonabschluss

Auch für die Herren der SG Mauersberg stand am vergangen Samstag der letzte Spieltag auf dem Programm. Und dabei hätte die Ausgangsposition entspannter kaum sein können, denn weder nach ganz oben noch nach ganz unten konnte etwas schiefgehen. Im Idealfall würde die Vizemeisterschaft winken und bei zwei Niederlagen wäre es Platz fünf geworden. Dass man am Ende so sorgenfrei aufspielen kann, war angesichts einer schwierigen und von viel Verletzungspech geprägten Saison nicht selbstverständlich. Bezeichnenderweise war der Kader für das Saisonfinale mit sieben Spielern auch wieder sehr überschaubar. Ein Umstand, an den man sich im Verlauf der Spielzeit leider gewöhnt hat.


Also ging es mit der Erfolgsaufstellung aus der Vorwoche auch in die Partie gegen den SV 04 Plauen–Oberlosa. Der Gegner aus dem Vogtland musste gewinnen, um sich eine geringe Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren. Ein Druck, der im ersten Satz vielleicht noch etwas zu groß war. Denn nicht zuletzt durch zwei starke Aufschlagserien von Paul Sommer gewinnen wir diesen Durchgang deutlich mit 25:16. Dass die Männer aus Plauen aber das Zeug für die Bezirksliga haben, bewiesen sie uns ab dem zweiten Satz. Halfen in Durchgang eins noch zahlreiche Aufschlagfehler der Gäste, gab es diese in der Folge kaum noch. Entsprechend geriet unsere wackelige Annahme immer mehr unter Druck und wir konnten kaum einen vernünftigen Pass zum Angreifer bekommen. Leider wollten die Herren am Netz dann trotz wenig optimaler Voraussetzungen immer unnötig viel Druck erzeugen, anstelle den Ball einfach mal im Spiel zu halten. So kam es zu einer sehr hohen Eigenfehlerquote, die mit 17:25 sowie 18:25 bestraft wurde. Im vierten Satz stand die Annahme wieder etwas stabiler und nicht zuletzt durch viel Kampfgeist in der Feldabwehr konnte dieser Durchgang lange offen gehalten werden. Mit der Unterstützung unserer Zuschauer sowie der Damenmannschaft stemmten wir uns in einer spannenden Schlussphase gegen die Niederlage und erkämpften durch ein 29:27 den fünften Satz. Dabei war es vor allem Stefan Georgi, der mit einigen starken Abwehraktionen mehrfach das vorzeitige Ende verhinderte. Im Tie–Break holten sich die Gäste dann aber mit 15:12 den so wichtigen Sieg und konnten zumindest kurz darauf hoffen, die Klasse zu halten. Da sich der SSV Fortschritt Lichtenstein aber im Parallelspiel gegen den CPSV mit 3:2 durchsetzte, wurden die Vogtländer am Ende wieder auf einen Abstiegsplatz verdrängt.

Im zweiten Spiel des Tages sollte jetzt unbedingt ein erfolgreicher Saisonabschluss her. Der Gegner aus Crimmitschau war zwar auf den ersten Blick nicht mit absoluter Bestbesetzung ins Erzgebirge gereist, aber wir hatten ja inzwischen auch schon gut 100 Spielminuten in den Beinen. Daher wurde die Aufgabe nicht leichter für uns. Ein solider 0:7 Start ins Spiel machte auch gleich einen Haken an den ersten Satz. Immerhin haben wir es noch auf 20 Punkte geschafft. In den folgenden beiden Sätzen profitierten wir dann aber von zahlreichen Fehlern der Gäste und mussten oftmals nicht das letzte Risiko in den eigenen Aktionen nehmen. Hier agierten wir vor allem in nicht optimalen Spielsituationen um einiges cleverer als gegen Plauen. Mit 25:16 sowie 25:17 holen wir uns die 2:1 Satzführung.

SG Mauersberg

Martin Neubert im Spiel gegen Crimmitschau. Foto: Erge


Da uns auch ein guter Start (7:2) in den Vierten gelang, schienen die Weichen auf drei Punkte gestellt. Leider machte sich jetzt so langsam der Kräfteverschleiß bemerkbar und wir ließen auch in puncto Konzentration deutlich nach. So kamen die Euros wieder besser ins Spiel und übernahmen im zweiten Drittel des Satzes die Führung. Beim Stand von 19:24 stemmten wir uns nochmals wirklich tapfer gegen die Niederlage und kamen bis auf 23:24 heran. Im folgenden Ballwechsel hatten beide Seiten aber sowas von die Hosen voll und übertrafen sich gegenseitig mit harmlosen Legern, ehe letztlich der Ball doch noch zu Boden plumpste. Leider auf unserer Seite... Na gut, dann fangen wir um 18:13 Uhr eben wieder bei null an. Der achte Tie–Break der Saison. Die Hälfte aller Spiele müssen wir über die volle Distanz. Ein sicheres Zeichen für die Ausgeglichenheit der diesjährigen Staffel, klammern wir man den VSV Eintracht Reichenbach und den Chemnitzer PSV aus. Im definitv letzten Satz der Spielzeit erwischten wir, erneut mit Paul Sommer am Aufschlag, einen starken Start und führten schnell mit vier Punkten. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhten wir auf 11:6 und brachten die Sache dann auch solide mit 15:9 nach Hause. So richtig hüpfen wollte im Kreis dann aber niemand mehr. Wahrscheinlich hätten einige Füße den Boden auch nicht mehr verlassen. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz rutschen wir in der Abschlusstabelle sogar noch aufs Treppchen und beenden die Spielzeit nach 10 Siegen in 16 Spielen auf dem Bronzerang. Angesichts all der Widrigkeiten, die wir seit September so zu überstehen hatten, ist dies eine mehr als beachtliche Leistung und ich möchte mich bei jedem Einzelnen für seinen Einsatz bedanken. Die letzten Trainingseinheiten waren immer gut besucht und zu den Spielen gelang es immer, eine spielfähige Truppe aufs Feld zu stellen. Bis auf die Partie beim VSV Eintracht Reichenbach, wo wir in jeder möglichen Art mehr als nur enttäuschten, haben wir in allen Spielen mindestens einen Satz geholt. In 13 Partien gelang es uns zu Punkten und nur dreimal gingen wir komplett leer aus. Damit muss eine Truppe mit unseren Rahmenbedingungen einfach sehr zufrieden sein. Bis nach Ostern lassen wir die Sache jetzt einfach mal so im Raum stehen und sehen dann, wie unser Weg weitergeht. Die aktuelle Anzahl an festen Zusagen für die kommende Saison müsste sich schon noch leicht erhöhen, um mit ruhigem Gewissen durch den Sommer zu kommen. Vielleicht legt uns ja der Osterhase noch das eine oder andere Ei ins Nest. Bis auf Weiteres wollen wir freitags trotzdem noch ein wenig daddeln. Da ab jetzt auch die Mädels mit am Start sind, wird die Trainingsbeteiligung der Herren sicher wieder sprunghaft ansteigen. Ansonsten möchte ich noch an unser Sommerturnier erinnern, welches von 28.–30.06. stattfindet. Alle Infos gibts unter Erzgebirgspokal.

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