Holpriger Start ins neue Jahr

Zum ersten Spiel des neuen Jahres mussten die Damen am vergangenen Samstag nach Freiberg reisen. Auf dem Papier schien die Aufgabe beim bislang sieglosen Schlusslicht vom 1.VVF ziemlich eindeutig. Aber sowohl die eigene Personallage wie auch die gute Leistung der Gastgeberinnen im ersten Spiel des Tages (2:3 gegen Brand–E.) sollten diesen Umstand schnell relativieren. Dabei war die Mauersberger Mannschaftsliste auf dem Protokoll mit zehn Einträgen eigentlich ganz gut gefüllt. Beim genaueren Hinschauen stellte man allerdings fest, dass sich darunter zahlreiche angeschlagene Spielerinnen befanden. Allen voran Kapitänin Nadine Weigel, die noch immer mit einer hartnäckigen Schulterverletzung kämpft sowie Monique Ehrig, welche nach einer Bänderdehnung vor Weihnachten aber zumindest als Libera eingesetzt werden konnte. Da mit Anja Kaulvers die eigentliche Libera ausgefallen war, kam diese Option durchaus gelegen. Der Rest fühlte sich mehr oder weniger fit, wobei Außenangreiferin Nadine Janouch erst kurz vor Spielbeginn grünes Licht geben konnte. Dies war besonders wichtig, da mit Lena Seifert und Katrin Pöttrich zwei weitere Außen nicht mit nach Freiberg reisen konnten.


Alles in allem musste die Startaufstellung also wieder ordentlich durcheinander gewürfelt werden. Mit Nicole Neubert, Antonia Melzer und Sophie Heitmann durften gleich drei Mädels aus der zweiten Mannschaft aufs Parkett. Annika Thiele, Uta Wätzig sowie Nadine Janouch komplettierten die Anfangsformation, welche ein paar Bälle brauchte, um ins Spiel zu finden. Der schnelle 5–Punkte–Rückstand wurde bis zur Satzmitte ausgeglichen und es entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der durch die Einwechslungen von Nadine Weigel sowie Katja Melzer zusätzlich Routine aufs Feld gebracht wurde. So konnte sich beim Stand von 24:23 sogar ein Satzball erkämpft werden, welcher dann aber nicht genutzt wurde. Es folgten zwei mutige Freiberger Aufschläge, die als Winner den Satz für die Gastgeberinnen entschieden.
Auch der zweite Satz war lange ausgeglichen. Erst beim Stand von 20:20 gelang es den Gästen, sich mit einer guten Serie zum 25:20 abzusetzen. Fünf gute Aufschläge von Katja Melzer sowie eine gute Block– und Abwehrleistung des gesamten Teams machten in dieser Phase den Unterschied. Der Satzausgleich gab viel Selbstvertrauen und mit einer starken Leistung wurde im Dritten ein überzeugender 25:15 Erfolg gefeiert. Wer jetzt allerdings ein schnelles Spielende erwartete, der hatte die Rechnung ohne die Mädels vom 1.VVF gemacht. Mit großer Moral kämpfte sich das junge Team zurück in die Partie. Dies ist besonders bemerkenswert, denn schon das erste Spiel des Tages hatte die Gastgeberinnen viel Kraft gekostet. Erst nach über 2:30 Stunden Spielzeit musste man sich dort Brand–Erbisdorf 2:3 (19:21 im Fünften) geschlagen geben und verlor zudem verletzungsbedingt noch eine wichtige Angreiferin. An dieser Stelle natürlich gute Besserung. Inzwischen war es schon weit nach 19:00 Uhr und der Entscheidungssatz drohte. Denn die Gastgeberinnen warfen alles in die Waagschale und führten im Vierten schon 19:22. Mit einer ganz wichtigen Aufschlagserie brachte Nadine Weigel die Mannschaft aus dem Lichterdorf aber wieder auf die Siegerstraße und beim Stand von 24:22 gab es zwei Matchbälle. Nachdem der erste doch etwas ärgerlich vergeben wurde, machte Sophie Heitmann mit einem beherzten Angriff den Sack zum 25:23 zu.

SG Mauersberg

Die ebenfalls angeschlagene Mittelblockerin Monique Ehrig (Nr.8) sprang als Libera ein. Foto: Erge


Am Ende geht der 3:1 Sieg durchaus in Ordnung, wobei der 1.VVF schon auch etwas Zählbares verdient gehabt hätte. Aus Sicht der SG Mauersberg war es eine ordentliche Leistung. Vor allem die Wechsel haben sich jedes Mal ausgezahlt. Denn wer immer neu aufs Feld kam, konnte sofort für wichtige Akzente sorgen. Somit hatte auch jede Spielerin großen Anteil am Ergebnis. Das "Teilzeit–Comeback" von Kapitänin Nadine Weigel war insbesondere in der Abwehr sehr wichtig und half den jungen Mädels im Team zudem durch die eine oder andere kritische Phase. Notlibera Monique Ehrig entschärfte zahlreiche der guten Freiberger Aufschläge, so dass die Zuspielerinnen Annika Thiele und Mandy Korb alle Möglichkeiten hatten. Im Angriff wurde Uta Wätzig nicht grundlos vom gegnerischen Trainer zur besten Spielerin gewählt. Der eigentliche MVP –und darin sind sich alle einig– war allerdings die erst 17–jährige Mittelblockerin Antonia Melzer, welche bei ihrem ersten Vollzeiteinsatz in der Bezirksliga eine tolle Leistung ablieferte.
Natürlich gab es auch einige Dinge, an denen weiter gearbeitet werden muss. Die fehlende Abstimmung zwischen den einzelnen Positionen, die im Vergleich zum 1.VVF schwächere Feldabwehr sowie der eine oder andere einfache Fehler zu viel sind die wichtigsten Ansatzpunkte für die nächsten Trainingseinheiten. Um Punkte geht es für die Damen I erst wieder am 25.01.2020. Dann erwartet das Team Textima Chemnitz und den VSV Oelsnitz in der Sporthalle der evangelischen Oberschule Großrückerswalde. Bereits kommenden Freitagabend treffen die Mädels der Zweiten auf Saxonia Halsbrücke. Anpfiff in der Mauersberger Turnhalle ist um 19:00 Uhr.

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