Starker Heimauftritt sichert volle sechs Punkte

Anders als zu manch einer Auswärtsfahrt gibt es bei den Heimspielen der Mauersberger Damenmannschaft traditionell ja eher selten Personalsorgen. Und auch an diesem Wochenende standen insgesamt 13 Spielerinnen zur Verfügung. Trotzdem gab es auf der Trainerbank einige Sorgenfalten, denn Kapitänin Nadine Weigel musste nach dem wichtigen Comeback gegen Freiberg verletzungsbedingt doch wieder passen. Da mit Johanna Drechsel auch die zweite Diagonalangreiferin nicht zur Verfügung stand, musste erneut Außen Sophie Heitmann diese Position übernehmen. Auch in der Mitte zwickte es personell ein wenig, denn Monique Ehrig ist nach halbwegs überstandener Knöchelverletzung noch nicht wieder voll einsatzbereit. Dafür meldete sich Anne Petrick aus der Babypause zurück und wird die Mädels künftig wieder spielerisch und vor allem in Sachen Motivation verstärken.

SG Mauersberg

Bei einer insgesamt starken Teamleistung konnte der eine oder andere unnötige Fehler auch mal weggelächelt werden. Foto: Knoblauch

Zumindest die Platzierungen in der Tabelle legten nahe, dass es sich bei ersten Spiel des Tages um ein Spitzenspiel handelte. Denn die Gastgeber (2.) trafen auf den Tabellenführer vom SV Textima Chemnitz. Da aber Teams wie Burgstädt, Nassau und auch Textima selbst noch einige Partien im Rückstand sind, ist das Klassement in dieser Hinsicht nicht wirklich aussagekräftig. Gegen die erfahrene Truppe aus Chemnitz schickten die Gastgeberinnen zunächst auch viel Routine aufs Spielfeld. Dies zahlte sich vor allem durch eine gute Annahme aus, welche es den beiden Zuspielerinnen Annika Thiele und Mandy Korb immer wieder ermöglichte, die Mitten oder die Diagonale einzusetzen. Dort knüpften vor allem Antonia Melzer und Uta Wätzig nathlos an die starken Leistungen der letzen Wochen an. Aber auch Sophie Heitmann gelangen auf der ungewohnten Position einige gute Aktionen am Netz. Insbesondere am Block lief es, wie zuletzt schon in der zweiten Mannschaft, wieder sehr gut. Insgesamt gab es im K1 wenig zu meckern. Etwas anders sah es allerdings im Bereich Feldabwehr aus. Hier dauerte es einfach zu lange, bis man sich auf die Spielweise der Gäste eingestellt hatte. Textima agierte im ungewohnten 4:2 und hatte somit meist nur zwei Angreiferinnen am Netz. Während sich der Block schnell darauf eingestellt hatte, führte es in der Abwehr regelmäßig zu Problemen im Stellungsspiel. Zudem fehlte bei einigen Kampfbällen hier und da der letzte Einsatz, um diese zu erreichen. Trotz allem waren die ersten beiden Durchgänge mit 25:17 und 25:18 eine relativ klare Angelegenheit für die Mädels aus dem Lichterdorf. Ein verschlafener Start in den dritten Satz brachte die Gastgeberinnen dann doch arg in Zugzwang und die Damen von Textima konnten immer wieder unter Beweis stellen, dass sie nicht grundlos zu den Spitzenteams der Liga gehören. In dieser wichtigen Phase funktionierte aber endlich die Feldverteidigung und vor allem Nicole Neubert und Nadine Janouch konnten das Team mit einigen sehenswerten Abwehraktionen wieder wachrütteln. So gelang es auf der Zielgerade doch noch, den Rückstand auszugleichen. In einer spannenden Schlussphase war es dann Sophie Heitmann, die beim Stand von 25:24 Verantwortung übernahm und den Matchball mit einem sehenswerten Angriff verwandelte. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison behält das erst 18–jährige Mauersberger Eigengewächs in kritischen Situationen die Nerven und macht die ganz wichtigen Punkte im Stile einer echten Führungsspielerin. Der insgesamt verdiente 3:0 Erfolg basiert aber erneut auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung, zu der jede Spielerin beigetragen hat. Ein Sonderlob geht dennoch an Zuspielerin Annika Thiele, welche die vielen guten Annahmen am Netz klug weiterverarbeitete.

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Annika Thiele muss sich hier im Zuspiel ordentlich strecken. Gemeisam mit Mandy Korb verteilte sie viele gute Pässe. Foto: Knoblauch

Im zweiten Spiel des Tages wurden die Gastgeberinnen von spielerisch sehr guten sowie durchaus lautstarken Mädels aus dem Vogtland zu Beginn doch ziemlich überrascht. Entsprechend groß war der Rückstand zur Mitte des Satzes und es bedurfte einiger Korrekturen, bis man sich auf die Gäste eingestellt hatte. Dabei kommt den Mädels aus dem Lichterdorf die saubere Spielweise des VSV Oelsnitz eigentlich entgegen, aber vor allem das Stellungsspiel in der Abwehr sowie die Annahme passten zunächst nicht. Bis zum Ende des ersten Satzes konnten sich die Gastgeberinnen zwar steigern, jedoch kam die Aufholjagd etwas zu spät. Mit 25:23 ging der Satz verdient an die Gäste. Vorm zweiten Durchgang wurde nochmals auf das richtige Stellungsspiel in der Abwehr verwiesen, was sich im weiteren Verlauf auszahlen sollte. Mit viel Kampfgeist und der vermutlich besten Saisonleistung in der Feldverteidigung konnten Satz zwei und drei jeweils mit 25:18 gewonnen werden. Ein toller Start in den Vierten sorgte zudem für eine schnelle 11:6 Führung, ehe der VSV mit einer 10–Punkte–Serie auf 11:16 davonzog. Eigentlich die einzig wirklich schlechte Phase des gesamten Spieltages, welche aber nach fast vier Stunden durchaus zu verzeihen ist. Zumal dieser Rückstand in der Folge Punkt für Punkt verringert werden konnte und letztlich doch ein solides 25:21 den Deckel auf den zweiten Heimsieg machte. Die Mädels aus dem Vogtland, welche ebenfalls nicht in Bestbesetzung antreten konnten, stellten aber – wie bereits schon im Hinspiel (3:2 für Mauersberg) – erneut unter Beweis, dass die deutlich besser sind, als es die Platzierung in der Tabelle vermuten lässt.

Apropos Tabelle: In dieser rücken die Damen der SG Mauersberg zwischenzeitlich zwar auf den ersten Platz, haben aber auch bis zu drei Spiele mehr als die Konkurrenz, welche bereits am kommenden Wochenende nachziehen kann. Derzeit deutet vieles auf eine Zweiteilung hin, wobei die ersten fünf Teams ums Podium und die Mannschaften ab Platz sechs um den Abstieg spielen. Weiter gehts für den Mauersberger Damenvolleyball bereits am kommenden Freitag, wenn die Mädels der Zweiten den TSV Flöha 1848 empfangen. Anpfiff ist um 19:00 Uhr in der Turnhalle des Ortes.

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