Damen nehmen vier Punkte mit in die Coronapause

Für den letzten Spieltag vor der Coronapause hatte der SSVB den Mannschaften die Teilnahme am Pflichtspielbetrieb freigestellt. Während die Gegner der Herren den gemeinsamen Spieltag in der eigens angemieteten Dreifelderhalle der EGE Annaberg durch diese angebotene "kostenfreie Stornierung" leider platzen ließen, erschienen sowohl der SV Siltronic Freiberg wie auch der ESV Nassau zum Gipfeltreffen im krisengeschüttelten Erzgebirge. Den Vorgaben des Hygienekonzepts folgend, waren zur Partie leider keine Zuschauer zugelassen und wir bedanken uns ausdrücklich bei allen, dass sie diesem Wunsch nachgekommen sind. Personell waren die Damen ganz gut aufgestellt, wenngleich die kurzfristigen Ausfälle von Lena Seifert und Nadine Janouch ein ordentliches Loch auf der Außenposition hinterließen. Trotzdem hielt das Team am Einsatz von Nicole Neubert als Libera fest, denn es hatte einerseits wochenlange, harte Überzeugungsarbeit gebraucht, um der Außenangreiferin das Fehlfarbentrikot schmackhaft zu machen und andererseits braucht es am Doppelspieltag zwangsläufig die Möglichkeit, den Routiniers auf dem Spielfeld eine halbe Rotation Pause zu verschaffen. Somit musste sich erneut Diagonalangreiferin Sophie Heitmann mit der ebenfalls nicht als erste Wahl bezeichneten Position auf Außen arrangieren. Das hatte schon in Brand–Erbisdorf gut funktioniert und war auch diesmal wieder eine gute Lösung. Von den Stammkräften fehlte ansonsten nur noch Anja Kaulvers, sodass man durchaus mit Erwartungen an den Spieltag gehen durfte. Wie die Partien verlaufen sind, könnt ihr im folgenden Spielbericht von Andreas Bauer lesen. Euch allen einen brauchbaren November, haltet euch fit und bleibt fröhlich!

SG Mauersberg, Volleyball

Kapitänin Nadine Weigel greift auf der Diagonalpostion an.
Foto: Schneider


Spielbericht von Andreas Bauer:

Alles ist angerichtet gewesen für einen perfekten Heimspieltag. Damit die Volleyballerinnen der SG Mauersberg zeitgleich mit den Herren ans Netz gehen konnten, hatte die Sektion die Turnhalle der Evangelischen Schulgemeinschaft in Annaberg–Buchholz angemietet. Wegen der Corona–Beschränkungen auf Zuschauer und Imbissstand verzichten zu müssen, damit hatten sich die Teams bereits abgefunden. "Aber wir wollten den letzten Spieltag vor der Zwangspause trotzdem noch einmal richtig genießen", sagt Michael Ehrig, der bei den Damen als Coach und bei den Herren als Spielertrainer fungiert. Das Vorhaben ließ sich aber nur zur Hälfte in die Tat umsetzen.

Als "fragwürdig" bezeichnet Ehrig die Entscheidung des sächsischen Verbands, den letzten Spieltag vor dem Lockdown auf freiwilliger Basis stattfinden zu lassen. "Wir hätten liebend gern gespielt. Aber unsere Gegner haben das Angebot dankend angenommen", berichtet der SGM–Coach. In der Bezirksklasse konnten seine Männer gegen Hainichen und Ebersdorf⁄Chemnitz daher keine Punkte sammeln. Ganz umsonst waren die Mühen, ein ausgeklügeltes Hygienekonzept auf die Beine zu stellen, allerdings nicht. Immerhin durften die Damen in der Bezirksliga Ost ihre beiden Heimspiele austragen.

"Es war ein schöner Abschluss", sagt der Trainer über die Partien gegen den SV Siltronic Freiberg (3:1) und den ESV Nassau (2:3). Das 22:25 im allerersten Satz erwies sich nicht als schlechtes Omen. Stattdessen boten die Gastgeberinnen gut dreieinhalb Stunden lang guten Volleyball. Mit 25:22, 25:15 und 25:20 wendeten die SGM–Damen im Auftaktmatch noch das Blatt. Diesen Schwung nahmen sie mit in die zweite Begegnung, in der Nassau beim 25:12 zunächst keine Chance gelassen wurde. Allerdings folgte ein Auf und Ab, denn genauso deutlich gaben die Mauersbergerinnen den zweiten Durchgang ab (11:25), um dann wieder mit 25:16 in Führung zu gehen. Der vierte Tabellenpunkt war damit gesichert. Mehr wurden es nicht, da der vierte Spielabschnitt (25:12) und der Tiebreak (15:13) verloren gingen.

Dass nach fast vier Stunden die Kraft für den entscheidenden Schlussspurt fehlte, nahm Michael Ehrig seinen Spielerinnen nicht übel. Stattdessen war er zufrieden mit dem, was er gesehen hatte. Zum Beispiel mit dem Wechselspiel auf der Zuspielposition, auf der sowohl Mandy Korb als auch die erst 22–jährige Nicole Dietrich überzeugten. Generell passte das Zusammenspiel von Jung und Alt. An der Seite gut aufgelegter erfahrener Spielerinnen wie Nadine Weigel, Uta Wätzig und Anne Petrik legte beispielsweise Nicole Neubert (19) ein glänzendes Debüt als Libera hin. Und für die angeschlagene Monique Ehrig übernahm Antonia Melzer den Mittelblock, ohne dass eine Lücke entstand. "Als Leichtathletin des LV 90 Erzgebirge bringt sie natürlich viel Athletik mit", lobt Ehrig die 18–Jährige, die sich wie der Rest des Teams auf einen prall gefüllten Terminplan im November gefreut hatte. "Doch ausgerechnet jetzt, wo wir in Fahrt kommen wollten, werden wir ausgebremst", sagt Michael Ehrig.

SG Mauersberg, Volleyball

Die Angriffe von Uta Wätzig konnten durch die Freiberger Abwehr oft gut verteidigt werden. Foto: Schneider

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